Hervorragende Arbeit wertschätzen, Familienzentren stärken und ausbauen

Die Stadtverordnetenfraktion wird aufgefordert, die Familienzentren finanziell besser auszustatten. Wir fordern in 2019 eine Erhöhung des Jahresbudgets auf 60.000 Euro pro Familienzentrum. Ab 2020 soll eine flexible Finanzstruktur eingeführt werden: es soll den Trägern je Familienzentrum eine Vollzeitstelle zur Organisation, Verwaltung, Unterstützung und Beratung finanziert werden. Zudem sollen Miet- und Nebenkosten in angemessenem Rahmen bezahlt und ein geeignetes Budget für Sachkosten und zur Finanzierung individueller Projekte zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, inwiefern eine Erweiterung der Anzahl der Familienzentren in weiteren Stadtteilen sichergestellt werden kann. Bedarf wird hier beispielsweise im Goethestraßenquartier gesehen.

 

Begründung:

Familienzentren sind Orte der Begegnung, an denen Erziehung, Bildung, Beratung, Vernetzung und Unterstützung gelebt wird. Sie stehen allen Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil offen: zum Zusammensetzen, Austauschen und um mit viel Spaß Ideen zu entwickeln oder individuelle Unterstützung zu erhalten.

Familien mit ihren unterschiedlichen Interessen können sich aktiv einbringen und sich wechselseitig unterstützen. Familienzentren bieten Rat bei Fragen und Anliegen rund um die Familie durch niedrigschwellige, wohnortnahe Angebote. Die Familienzentren sind Orte für frühzeitige, präventive Familienarbeit und möglichst frühe und gute Entwicklungsbegleitung durch qualifiziertes Fachpersonal sowie die Verzahnung mit einem großem (Fach-) Netzwerk. Hier werden Familien in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt, wobei die Lebensqualität und die Förderung von Bildungschancen von Jung und Alt im Vordergrund stehen.

Seit dem letzten Beschluss im Jahr 2012 stehen jedem Familienzentrum pro Jahr 55.000 Euro zur Verfügung. Es gab seitdem keine Anpassung der finanziellen Mittel – obwohl den Familienzentren v.a. in den vergangenen Jahren vermehrt Aufgaben übertragen wurden.  Effektiv steht somit jedem Familienzentrum in jedem Jahr weniger Geld für individuelle und zielgruppenspezifische Projekte zur Verfügung. Dieser Umstand muss beendet werden!

Familienzentren werden zunehmend häufiger von Familien genutzt, so stiegen beispielsweise im Jahr 2016 die Gesamtkontakte um 10%, hierunter die Eltern-/Erwachsenenkontakte um 13,5 %. Der steigende Bedarf an individueller Betreuung und Unterstützung zeigt die hohe Qualität der Familienzentren. Die Ergebnisse der letzten Elternzufriedenheitsbefragung machen deutlich, wie sehr die Angebote der Familienzentren wertgeschätzt werden.

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